Article

Energieberater bei Marlowe

Bei einer Begehung hat der uns von co2online vermittelte Energieberater Carsten Heidrich eine erste Bestandsaufnahme im Laden von Marlowe nature gemacht. Wie üblich liegen die Einspar-Potentiale im Bereich Lichttechnik. Da es sich vorrangig um die Beleuchtung von Präsentationsflächen handelt, in der die ausgestellte Ware gut zur Geltung kommen soll, stellen sich natürlich an die Lichtquelle besondere Anforderungen, die über die reine Erzeugung ausreichender Helligkeit hinausgehen. Diese Erfahrung hatten wir schon beim CarrotClubMob gemacht, wo es ja bei der Clubausleuchtung auf atmosphärisches Licht im Eventbereich ankommt. Energieberater hatten daher bei früheren Carrotmobs vorrangig zur Optimierung des Nutzlichts geraten, also beim Club das Licht im Kassen- und Lagerbereich und das im Eventbereich während des Aufräumens und Putzens verwendete Licht.

Durchbruch bei LED-Technik

Bisher galt zwar die LED-Technik als das Non-Plus-Ultra bezüglich Umweltbilanz, aber auch als sehr teuer und von der Lichtqualität her  nicht optimal. Hier scheint sich jetzt aber ein Durchbruch ergeben zu haben. Schon im Consumer-Bereich, also für normale Haushalte, finden sich zunehmend Angebote für normale Haushaltslampen auf LED-Basis. Die Preise wirken auf den ersten Blick noch etwas erschreckend, betrachtet man aber Einergieeinsparung und Lebensdauer, scheinen die LED-Lampen mittlerweile die Konkurrenzfähigkeit zu erreichen. Insbesondere ohne die Nachteile der aktuellen Generation von Energiesparlampen, wie Einschaltverzögerung, Helligkeitsdrift und Quecksilberbelastung. Auch was die Lichtqualität angeht, sollen neue Produktionsverfahren die LEDs von ihrem früher öfter als bläulich und kalt empfundenen Licht befreit haben. Während bei ersten Warmton-Exemplaren noch eine Beschichtung aufgedampft war, die sich unter Umständen lösen konnte, wird die Farbgebung jetzt innerhalb der LED erreicht und erzielt hierdurch einen dauerhaften Effekt. Für Demonstrationszwecke hat Energieberater Heidrich eine Leuchte auf LED-Basis dabei, die auf den ersten Blick wie eine konventionelle Neon-Röhre aussieht. Tatsächlich befinden sich in der Röhre eine Vielzahl von LEDs, die im Gegensatz zu Neon-Röhren ohne Vorschaltgerät oder Transformator und die daraus entstehenden Verluste auskommen. Beim Lichtest im dunklen Lagerkeller lässt sich die Lichtqualität begutachten und der weiche Ton des Lichts feststellen.

Beeindruckt zeigte sich Energieberater Heidrich übrigens von der Backstube von Effenberger, wo auch bereits eine erste Begehung stattgefunden hat. Effenberger ist mit seiner Bäckereitechnik der Zeit weit voraus und hat daher nur 1/3 des Stromverbrauchs einer “normalen” Bäckerei. Potential besteht auch bei Effenberger durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung, sowie in der Backstube durch die weitere Optimierung der Regelung und Anpassung von Regelparametern.

Noch ein kleiner Praxistip, der bei der Begehung vom Energieberater kam: Richtet man eine normale Digitalkamera auf eine Neonröhre und das Bild flackert, dann verfügt die Lampe über ein altes Vorschaltgerät. Hier sind die Einsparpotentiale besonders groß, entweder durch den Ersatz des Vorschaltgeräts oder, noch besser, durch den Austausch mit einer LED-Leuchte.

Comments are closed.